Created on Friday, 25 May 2007 02:00
Written by Redaktion playGOLF! GOLF & LIFESTYLE.
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Text: Uto Düthorn, Foto: Siemens || Wenn Heinrich von Pierer in der Bamberger Region den Golfschläger schwingt, dann kriegen dies eigentlich die wenigsten so richtig mit: Jener Mann, der bis vor kurzem noch an der Spitze des Siemens-Konzerns stand und damit Chef von mehr als 450.000 Mitarbeitern gewesen ist, golft seit vielen Jahren schon in der Bamberger Region, jedenfalls soweit ihm sein reichlich gefüllter Terminkalender dazu Zeit gelassen hat bzw. dazu Zeit lässt. Die Ursachen für die gelegentlichen Ausflüge des Mittelfranken in die Weltkulturerbe-Gegend geht auf eine schon jahrzehntelange Freundschaft mit Dr. Gerhard Müller zurück: ?In den Sechziger Jahren war?s?, erinnert sich der Bamberger Zahnarzt und Ehrenpräsident des TC Bamberg, ?als wir für den TB Erlangen spielten und Bayerischer Tennis-Meister wurden. Mit in der Mannschaft ? ich war damals Assistenzarzt ? standen Heinrich von Pierer und Dr. Peter von Pierer sowie der spätere Daviscup-Spieler Karl Meiler. Diese freundschaftlichen Verbindungen sind einfach bis heute erhalten geblieben.? Interessant übrigens, dass Dr. Gerhard Müller damals in der Meistermannschaft auf Platz 1 gespielt hat und Karl Meiler ?nur? an Position 3.
Vor kurzem hat Heinrich von Pierer den Vorstandsvorsitz bei Siemens abgegeben und ist in den Aufsichtsrat des Weltkonzerns gewechselt. Ob er jetzt mehr Zeit hat, seinem Golf-Hobby zu frönen?
Dazu Heinrich von Pierer: ?Etwas mehr schon! Aber ich habe zu spät mit dem Golfen angefangen. Die Klasse von Gerhard Müller kann ich nicht mehr erreichen.?
?Es gibt ja viele Golfer, die vom Tennis kommen. Welche Sportart macht eigentlich mehr Spaß, welche Vor- bzw. Nachteile sehen Sie ganz persönlich??
v. Pierer: ?Alles zu seiner Zeit! Ich spiele nunmehr die 55. Saison ? ohne Unterbrechung ? Tennis-Medenspiele. Das macht mir genauso viel Spaß wie Golf.
?Welches Handicap haben Sie derzeit, und wollen Sie es verbessern??
v. Pierer: ?24,1. Bisher bin ich jedes Jahr so an die zwei Punkte herunter gekommen. Das möchte ich schon noch eine Weile beibehalten.?
?Golf hat ja weltweit noch immer nicht so richtig den Durchbruch zum Volkssport geschafft. Die einen sind froh darüber, andere bedauern dies. Würden Sie an dieser Situation gerne etwas ändern wollen??
v. Pierer: ?Der Golf-Sport ist in Deutschland auf einem guten Weg. Man sollte dieser natürlichen Entwicklung ihren Lauf lassen. Vielleicht könnte man noch etwas mehr für die Nachwuchsarbeit tun. Da sehe ich noch Verbesserungsmöglichkeiten.?