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Korrekturen der Augenlider zählen zu den häufigsten Eingriffen in der ästhetischen Plastischen Chirurgie. playGOLF! GOLF & LIFESTYLE. sprach darüber mit Dr. med. Aletta Eberlein (48), Fachärztin für Plastische und Ästhetische Chirurgie mit eigener Praxisklinik in Bamberg.
playGOLF!: Korrekturen der Augenlider zählen zu den statistisch häufigsten „Schönheitsoperationen“ – beobachten Sie diesen Trend auch bei uns in Franken? Dr. Eberlein: Aber ja! Schließlich wird die natürliche Alterung des Gesichtes meistens zuerst an den Augen erkennbar, weil dort die Haut besonders zart ist. Bereits im Alter von 25-30 Jahren bilden sich erste feine Fältchen. In den Folgejahren erschlaffen dann auch die tieferen Strukturen der Augenlider, so dass am Unterlid oft Augenringe und sogenannte „Tränensäcke“ entstehen, und am Oberlid die sogenannten „Schlupflider“. Es resultiert ein insgesamt „müder“ oder abgearbeiteter Gesichtsausdruck. Viele meiner Patienten, die mit diesem Problem zu mir kommen, wurden bereits von Kollegen oder Bekannten darauf angesprochen, obwohl sie sich selbst topfit fühlen.
Ab welchem Alter wenden sich Menschen an Sie? Das ist sehr unterschiedlich. Nicht wenige junge Frauen um die 30 lassen sich von mir regelmäßig ihre beginnenden Krähenfüßchen mit Botulinum-Toxin abmildern. Ich persönlich empfinde Fältchen an den seitlichen Augen eigentlich nicht als negativ, sondern sehe sie als „Lachfältchen“. Andererseits kann durch regelmäßige Behandlung mit Botulinum-Toxin einer Vertiefung dieser Fältchen effektiv vorgebeugt werden. Wenn allerdings bereits ein deutlicher Hautüberschuss vorliegt, kann dieser nur mit einer operativen Schlupflid-Korrektur behoben werden. Dies ist – je nach Veranlagung – meist zwischen 30-50 Jahren der Fall. Aber es kommen auch immer wieder deutlich ältere Damen und Herren zu mir, die sich daran stören, dass sich die erschlaffte Oberlidhaut bereits auf die Wimpern legt.
In Amerika werden Lid-Korrekturen auch als „Lunch-time-procedure“ angeboten, also als kleiner Eingriff in der Mittagspause. Ist dies realistisch? Die Entfernung von Schlupflidern, also eine Oberlidplastik, ist eine der dankbarsten und komplikationsärmsten Eingriffe in der Plastischen Chirurgie. Sie kann in der Regel problemlos ambulant in reiner örtlicher Betäubung durchgeführt werden und dauert selten länger als eine Stunde – also tatsächlich ein Eingriff, der theoretisch in einer Mittagspause durchgeführt werden kann. Ob ein Patient danach tatsächlich direkt wieder an den Arbeitsplatz zurückkehren will, hängt sehr vom persönlichen Umfeld ab. Auf jeden Fall sollten die feinen Fädchen, mit denen ich nähe, für 4-7 Tage belassen bleiben, ebenso die hautfarbenen Pflästerchen. Wenn jemand in dieser Zeit z.B. Büroarbeit verrichten möchte, habe ich nichts dagegen. Die meisten Patienten nehmen jedoch eine Woche Urlaub, vornehmlich im Sommer, weil sich dann die Pflästerchen am unauffälligsten hinter einer Sonnenbrille verstecken lassen. Das bisher gesagte trifft im Wesentlichen auch auf die Korrektur von Tränensäcken und Augenringen der Unterlider zu. Dieser Eingriff ist jedoch technisch aufwändiger, er dauert in der Regel länger und wird von mir am liebsten in einer leichten Dämmerschlaf-Anästhesie und mit einer Übernachtung in unserer Praxisklinik durchgeführt. Allerdings kann man bei noch jüngeren Patienten nicht selten eine Operation auf Jahre hinausschieben, in dem man die Augenringe mit Hyaluronsäure unterfüttert.
Frau Dr. Eberlein, wir danken für das Gespräch.
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